Zwei Theaterstücke

vor nun doch, leider schon einer längeren Zeit, bat mich Martin Schörle sein Buch zu lesen…das Buch selbst hat ca 120 Seiten…in ihm sind zwei Geschichten bzw. Stücke…
ich danke dem Autor für das kostenlos zur Verfügung gestellte Leseexemplar…

erst einmal der Blick auf den Klappentext:

Stück eins:
Titel: Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten
Der kabaretteske Monolog »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« beschert dem geneigten Leser Einblicke in das Leben des Vollblutverwaltungsgenies Hans Fredenbek, der sich in seinem ganz eigenen Gedankengewirr aus Aktenzeichen, Dienstverordnungen, statistischen Erhebungen zusehends verheddert. Es wird deutlich, dass er sich von dem Leben jenseits seines Büros nahezu völlig verabschiedet hat. Vor allem aber wird schonungslos aufgedeckt, dass es zwischen Slapstick und Tragik eine Nahtstelle gibt. Und dass diese Nahtstelle einen Namen hat. Und dass dieser Name Hans Fredenbek ist.

Stück zwei:
Titel: Einladung zum Klassentreffem
In ihrer Schulzeit hatten Marina und Carsten eine Liebesbeziehung. Nach 20 Jahren soll ein Klassentreffen stattfinden. So meldet sich Carsten, einer der Initiatoren, auch bei Marina, deren Leben nach Schicksalsschlägen zeitweilig aus den Fugen geraten war. Die gemeinsame innige Zeit ist für sie längst Vergangenheit, ein Früher. Aber an Carstens Gefühlen hat sich anscheinend nichts geändert. Sein Anruf weckt auch bei Marina Erinnerungen. Das unverfänglich begonnene Telefonat führt beide in ein Wechselbad der Gefühle … Inhaltlich eine Liebesgeschichte wagt das Stück den Spagat zwischen Komik & Tragik, Lachen & Weinen.

mein Blick in das Buch:
wie schreibt man eine Rezension zu einem Buch wenn es doch zwei Geschichten enthält…die auch in keiner Verbindung zu einander stehen…
Anfangs tat ich mich etwas schwer…ist es doch etwas ganz anderes als ich sonst lese…im Rückblick habe ich es aber sehr genossen…vielleicht auch weil ich absolut nicht enttäuscht wurde…
Das erste Stück ist interessant aufgebaut und dargestellt…erfährt der Leser doch auch gleich wie es sich als Theaterstück darstellen könnte…somit wurde vor meinem Auge direkt gleich mal die Bühne bestückt…Herr Fredenbek in der Hauptrolle…der Schreibtisch…die Aktentasche
Der Titel allein verrät eigentlich schon was einen erwarten wird…und es sei gesagt das man nicht enttäuscht wird…als Leser stolpert man sehr schnell über die Macken des Herrn Fredenbek…seine penible Art…allein die Einführung in die Arten von Radiergummi fand ich sehr gelungen…habe ich mich doch sehr kringelig dabei gelacht…was wohl auch daran lag das besagter Herr Fredenbek vor meinem Augen hin und her lief…er geht in seinem Leben als Beamter auf…und wen wundert es da am Ende das man nun auch noch in einem Fax seine Frau Mary kennen lernt…

das zweite Stück ist komplett anders und nicht mit dem anderen zu vergleichen…
auch hier wird wieder direkt zu Beginn ein Bild in meinen Kopf gepflanzt…
eine Zugfahrt kann sehr interessant sein…das erfährt hier wohl auch die Dame, die in ihrem Abteil sitzt und zufällig Zeuge eines Telefonats im Nachbarabteil wird…
die Dialoge, wobei man hört ja nur den weiblichen Part, sind zum schmunzeln, lachen, aber auch zum Kommentar abgeben…als Leser kommt man in den Genuss auch die andere Seite des Telefons zu hören…geht es hier doch eigentlich erstmal nur um die Einladung zum Klassentreffen…in diesem Gespräch geht es aber ganz schnell um etwas anderes…was das könnt ihr nur raus finden wenn ihr das Stück lest…

beide Stücke haben mir richtig gut gefallen…ich wurde definitiv nicht enttäuscht…und ganz ehrlich? liebend gern wäre ich nach dem lesen los gezogen und hätte mir einTheater gesucht, was genau diese Stücke gerade aufführt…sie sind witzig…triefen vor Ironie…

Fazit:
kurzweiliges Lesevergnügen…eintauchen in zwei verschiedene Leben…als stiller Zuschauer, der aber gern seinen Senf dazu gegeben hätte

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