Avani: Eine neue Welt

vor ein paar Tagen bekam ich von dem Autor Nikolaus Fahrner sein Buch „Avani: Eine neue Welt“ kostenlos zur Verfügung gestellt….dafür möchte ich mich ersteinmal bedanken…
vom Autor mit auf den Weg bekam ich, das sein Werk eher etwas jugendlich/ kindliches sei…
das Buch hat ca 150 Seiten und ist somit gut zwischendurch zu lesen…

hier erst mal der Klappentext:
Ein Schiff mit Siedlern erreicht die paradiesische Insel Avani. Das Land erweist sich als weitläufig und voller Reichtum und Schönheit. Doch bald merken die Siedler, dass sie nicht alleine sind.
Schon herrscht in der Siedlung reges Treiben, viele sind voller Pioniergeist und Abenteuerlust. Binnen kurzem treten auch die unschönen Seiten zutage, Unterdrückung und Sklaverei.
Inmitten dieser Turbulenzen entwickelt sich eine innige Freundschaft zwischen dem jungen Eingeborenen-Mädchen Atsila und dem desillusionierten, alternden Abenteurer Joan Ridle.

mein Blick auf das Buch:
das Cover gefällt mir gut…es wirkt ruhig und harmonisch und zur Geschichte absolut passend…auch die Anordnung und Auswahl der Schrift wirken gut auf einander abgestimmt…
der Klappentext machte mich neugierig auf die Geschichte…verrät er doch schon ein bisschen etwas darüber was einen erwartet…

mein Blick in das Buch…
als erstes möchte ich sagen das man dem Buch anmerkt, das es ein Jugendbuch ist…ja der Schreibstil ist sehr seicht/ leicht…es wird in einer verständlichen Sprache gesprochen…ob dies nun negativ oder positiv ist, muss jeder selbst entscheiden…
mich hat es nicht gestört, einfach weil ich wußte worauf ich mich einlasse…

das Thema der Geschichte finde ich gut gewählt und sehr zeitgemäß…
es geht um Menschen die auf eine Insel kommen und diese besiedeln wollen…als erstes werden auf der Insel Lebende versklavt…es werden Grenzen zwischen schwarz und weiß gezogen…zwischen verschiedenen Rassen…wer hat auf Grund seines Aussehens welche Rechte…
das erinnert sehr an Themen,  mit denen wir momentan auch in unserem Land kämpfen…

mich selbst erinnert es an eines meiner Lieblingslieder:
„…Anscheinend gibt es Menschen, die Menschenrechte verdienen
Und andere eben nicht aufgrund des Zufalls des Gebietes
In dem man geboren ist…“
(Kafvka, 2018)

ich habe das Gefühl dieses Lied mit seinem gesamten Text in einer Geschichte abgebildet zu finden…
die Story regt definitiv zum nachdenken an…sie sagt uns nicht was richtig oder falsch ist…das muss jeder selbst für sich heraus finden…aber, sie sagt das man nachdenken sollte…das man zu sich und zu seinem Denken stehen sollte…das es nicht gut ist, mit den Wölfen zu heulen…nur weil es einfacher ist…

das ist das was ich aus dieser Geschichte für mich mit genommen habe…ich halte sie für sehr politisch…wenn man es wagt ein bisschen hinter die Wörter zu schauen…ein bisschen nachzudenken…

die Story selbst könnte mehr ausgebaut sein…die Charaktere mehr Tiefe bekommen…das Potential ist definitiv da…auch wenn Charaktere wie Atsila recht kämpferisch und für ihr Alter sehr gut reflektierend rüber kommen, so ist auch da sicher noch viel mehr drin…sie besitzt den Anfang von Ecken und Kanten…müßte nur mehr geschliffen werden…
auch den Charakter von Berend find ich gelungen dargestellt…es zeigt seine innere Einstellung, die aber konträr zu seinem Handeln steht…das gefällt mir…
genauso Charaktere wie Wolter, die einfach nur mit Brutalität vorgehen…frei nach dem Motto, wenn ich dich zuerst Schlage, dann geh ich nicht Gefahr das du mich angreifst…
auch die Widersprüche in der Bevölkerung von Avani sind gut abgebildet…

Alles in allem bewerte ich dieses Buch mit 4 Sterne…es ist deutlich mehr rauszuholen aus der Story…aber das Gesamte gefällt mir gut…das Thema regt zum nachdenken an…

 

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