Weil du mir die Sterne zeigst

nun habe ich auch das dritte Buch von Tommy Herzsprung gelesen…
„Weil du mir die Sterne zeigst“…auch dies ist wieder eine Gay Romance….und auch in diesem Roman wurde wieder ein Thema aufgegriffen, über das es sich lohnt mal ein wenig länger nachzudenken…

beginnen möchte ich wieder mit ein paar Textzeilen aus dem Roman:
„Skeptisch blicke ich ihn an. „Wölfe sind gefährlich“, tat ich meine Meinung kund. „Unsinn! Die Menschen haben einfach nur Angst vor dem, was sie nicht kennen. Sobald etwas anders ist, wollen sie es ausrotten“, sagte Johannes mit einem zornigen Glühen in den Augen.
„Wenn etwas nicht in ihr Weltbild passt, muss es zwangsläufig schlecht sein. Und gefährlich. Doch weißt du was? Das Fremde ist nicht das, was uns bedroht. Gefährlich ist die Angst vor allem Andersartigem. Misstrauen, Wut, Hass und die Furcht vor Entfremdung – das sind unsere Feinde. Nicht die Wölfe.“

mein Blick ins Buch:
wie schon in den anderen Büchern muss ich auch hier diesen sehr angenehmen Schreibstil feststellen…ein Stil, der mir Bauch kribbeln verursacht…der mich aber auch wütend machen kann…der es mit wenigen Worten schafft mich traurig zu machen oder zum Nachdenken zu bringen…
Erotik- und Sexszenen sind sehr angenehm und authentisch beschrieben…es wirkt weder aufgesetzt, noch in irgendeiner Art prollig…alles genau mit dem richtigen Maß…

worum gehts in der Geschichte?
ich gesteh ich hatte den Klappentext nicht gelesen…so wie es meistens ist, wenn mir Autoren gefallen und ich mit deren Stil zufrieden bin, ich habe das Buch einfach gekauft, weil ich alles von dem Autor lesen wollte…
somit war der Anfang erst ein bisschen schleppend…bis ich verstand worum es geht…dann kam ja auch noch eine Person aus den anderen Romanen vor und ich dachte, „oh mit dem wird er was anfangen?“ …naja…Pustekuchen…nachdem er mit dem Typen was hatte, hat er ihn abgeschrieben…also war ich dann etwas verwirrt…
aber, die Geschichte ist wirklich gut…Nils lebt in Berlin und auf der Überholspur…schneller Sex…absolut Leistungs- und Karrierebezogen im Job…und wie es so kommen muss, irgendwann kann er nicht mehr…und dann fährt er in die Berge…besucht eine Therapiegruppe…und dann trifft Stadt auf Dorf…in diesem Fall Nils auf Johannes…Grossstadt auf Hinterwäldler…es ist einfach schön beschrieben…
Nils lernt das das wichtigste was man besitzen kann Zeit ist…nicht das rasend schnelle Tempo der Grossstadt…er lernt Natur zu geniessen…er lernt Nähe zu zulassen…er lernt sich Zeit zu nehmen…für sich und auch für andere…
und das finde ich, ist das was wir uns alle immer wieder auch vor Augen halten müssen…
um es mit meinem Lieblingszitat zu sagen „Der Sinn des Lebens ist leben“ (Casper)
auch wird in diesem Buch noch einmal schön auf die Engstirnigkeit von Menschen eingegangen…
wie der Autor es schon so schön in seinem Buch sagte „Gefährlich ist die Angst vor allem Andersartigem.“
Die Charaktere in diesem Buch sind sehr schön mit allen möglichen Facetten ausgeschmückt…sie wirken interessant und echt…es fällt leicht sich in die Geschichte fallen zu lassen <3

 

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