Jax & Leo: Das Leben umarmen

ich durfte für Irvin L. Kendall das neuste Werk „Jax & Leo: Das Leben umarmen“ vorab lesen.
ein Buch das mich definitiv nicht enttäuschte, und zum nachdenken anregte…

der Blick auf den Klappentext:
Jax ist der klassische einsame Wolf, der in der Schwulenszene von Amsterdam sein Unwesen treibt – bis er Leo trifft. Seinen persönlichen Engel, der die Dunkelheit erhellt, die ihm innewohnt. Zum ersten Mal verliebt und in einer festen Beziehung zu sein, macht Jax so viel Angst, dass er sich sogar endlich Farris und dessen Clique anschließt, um etwas Unterstützung zu erfahren. Immerhin steht er mit allem auf Kriegsfuß, was auch nur entfernt an Romantik und Pärchen-Kram erinnert.
Leo wundert sich so manches Mal über den Mann, den er trotz allem liebt. Hinzu gesellen sich allerlei Probleme wie Leos homophobe Familie und die eifersüchtige Neelah, mit der Jax ein Regenbogenkind hat. Am meisten Geduld braucht er jedoch für Jax‘ Trauma, das den größten Schatten auf ihre noch junge Beziehung wirft.

Eine Liebesgeschichte über die Zeit nach dem Moment, in dem sich das Paar in die Arme fällt und beschließt, zusammen zu sein.

mein Blick auf das Buch:
das Cover gefällt mir gut…habe ich die beiden Personen darauf doch erst auf dem zweiten Blick erkannt…die Anordnung und Auswahl der Schrift wirken passend und stimmig…
der Klappentext lädt ein, sich mit dem Buch und seiner Geschichte genauer zu befassen…

mein Blick in das Buch:
Jax und Leo…zwei sehr unterschiedliche Menschen…der eine glaubt an die Liebe…der andere hat den Glauben verloren…
oder findet ihn vielleicht doch wieder…

eine Geschichte die mit vielen Vorurteilen ins Gericht geht…die Emotionen berührt…die nachdenklich stimmt…die mich wütend machte…aber, mich am Ende auch mit den Worten
„„Es gab für nichts Garantien,
und man musste jeden Augenblick genießen,
auskosten und das Leben umarmen““
versöhnte…

die Charaktere sind sehr authentisch dargestellt…besonders die beiden Protas Jax und Leo…
Leo, der seine Position, seinen Mittelpunkt im Leben erst noch finden muss…der dadurch manchmal zart und schwach wirkt…
es aber ohne weiteres mit seinen Problemen und seiner Umwelt aufnehmen kann…
und Jax…der genau weiß was er will und sich dieses auch immer wieder nimmt…bis er auf Leo trifft…der ihn dann doch so sehr fasziniert, das er nicht mehr von ihm los kommt…dabei stellt man als Leser schnell fest, das Jax eine schöne aufrechte Fassade um sich errichtet hat…dahinter läßt er niemanden gucken…aber Leo prökelt Stück für Stück ab…auch Leo hat seine Probleme…
besonders sein nichtanerkannt werden in der Familie…das wird sehr emotional dargestellt…auch die schwache Mutter auf der Gegenseite und der übermächtige Vater und Bruder…

in dieser Geschichte haben viele Themen einen Platz gefunden…Hauptthema ist die Homosexualität und Problemthemen die sich daraus ergeben…zum Beispiel Homophobie in der Gesellschaft…aber auch das Thema Kinderwunsch…Gleichstellung oder eben auch nicht…auf jeden Fall find ich die Themen gut recherchiert und in der Story umgesetzt….
lesend hat mich das manches Mal emotional sehr getroffen…

der Schreibstil ist angenehm flüssig…es wird in einer alltagstauglichen Sprache, die manchmal besonderen Situation angepasst wird…Szenen werden sehr wortreich beschrieben…besonders Erotikszenen…da spürt man zum Teil das Testosteron in der Luft…
durch die guten Beschreibungen bekam die Geschichte für mich auch sehr viel Dynamik…das Kopfkino wurde getriggert…die Fantasie konnte gut folgen…
der Spannungsbogen angenehm gehalten…
am Ende ist die Geschichte erzählt und es bleiben keine losen Fäden zurück…

Fazit:
sehr schöne und kurzweilige Geschichte über die Liebe zweier Männer

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