Sturm über Boston

Irvin L. Kendall’s neustes Buch „Sturm über Boston“ ist draussen…
ich durfte es als Reziexemplar kostenlos lesen und möchte euch gern darüber berichten…

Der Blick auf den Klappentext:
LGBT-Anwalt Gale Lafayette lebt mit seinem Partner Jesse inzwischen in Boston. Als Massachusetts als erster US-Staat 2004 die Ehe für alle zulässt, schließen sie sich den Heiratswilligen an. Immerhin sind sie ins Exil gegangen, um nicht mehr rechtlos zu sein. Doch nicht allen gefällt das …
Zudem wird das freudige Ereignis von dem Koch Victor Curran überschattet, der in die Kanzlei stürmt und nach einem Anwalt verlangt, weil er „den Ladyboy“, der tot in seinem Restaurant liege, nicht umgebracht habe. Gale nimmt das Mandat nur widerwillig an, überlegt schon, es niederzulegen, da es zu viele Ungereimtheiten gibt, als der Koch – sich auf Gales Schweigepflicht berufend – ihm ein schreckliches Geheimnis offenbart …

„Sturm über Boston“ ist eine weitgehend unabhängige Fortsetzung von „Sturm über Sodom“. Das bedeutet, dass nicht näher auf die Ereignisse in South Carolina oder Gales Hintergrund und Werdegang eingegangen wird, auch wird nicht groß erklärt, wie Gale Scarlett und Jesse kennengelernt hat, da das alles Gegenstand von „Sodom“ ist. Ein Quereinstieg ist dennoch möglich, da sich Setting, Fall und Geschehnisse nicht auf „Sodom“ beziehen.
„Boston“ hat weniger explizite Szenen als „Sodom“, dennoch ist es ebenfalls nicht für Personen unter 18 geeignet.
Gay Crime

mein Blick auf das Buch:
das Cover erinnert an den ersten Teil…man erkennt das sie zusammen hängen…es gefällt mir…ist so passend…Schriftauswahl und Anordnung runden alles stimmig ab…
der Klappentext klingt interessant…macht Lust auf die Geschichte…und stimmt gut darauf ein, sich damit auseinander zu setzen…

mein Blick in das Buch:
wow…wo fange ich denn jetzt an?
also vielleicht erst mal damit das „Sturm über Boston“ ja der Nachfolger von „Sturm über Sodom“ ist…ich kenne das erste Buch nicht, und kann beruhigt sagen, das man den zweiten Teil ohne Vorkenntnisse lesen kann…aber, es macht sicherlich noch viel mehr Spass, wenn man die Vorgeschichte dazu kennt…
„Sturm über Boston“ ist ein sehr emotionales Buch…so wie es aufgebaut ist…mit so vielen Nebengeschichte…und Informationen…kenne ich es eigentlich nur von dem Büchern von Tommy Herzsprung…
Irvin L. Kendall hat es geschafft mit seiner Geschichte eine Menge Aufklärungsarbeit zu betreiben…er gibt Menschen eine Stimme, die vielleicht zu leise sind…die sich nicht trauen…oder die einfach eine Minderheit darstellen…
die Geschichte hat mich emotional sehr ergriffen…sie hat mich manches mal sprachlos und kopfschüttelnd zurück gelassen….sie hat mich traurig gemacht…hat mir aber auch an Hand vieler Charaktere gezeigt, was das Wort FAMILIE bedeutet…Familie ist nicht immer das was genetisch mit uns zusammen hängt…viel mehr sind es die Menschen die uns einfach gut tun…und das sind oft Gleichgesinnte und Freunde…Menschen mit denen man gleiche Schicksale teilt…

wer die Geschichte lesen möchte, sollte wissen das es sich hierbei um ein Buch aus dem Bereich Gay Crime handelt…Homosexualität wird groß geschrieben…würde ich es doch gern unter dem großen Begriff Queer zusammenfassen…

die Charaktere in dieser Geschichte spielen alle eine gute Rolle…sie wirken authentisch…gehen in ihrer Rolle auf…und füllen diese komplett aus…da wird der Koch beim lesen so ein richtig ekeliger Typ…da klingt das Kinderlachen durch den eigenen Raum…da sieht man Augen vor Freude strahlen…dem Autor ist es gelungen den Personen sehr viel Leben einzuhauchen…das macht die Geschichte einfach so lebendig…die wortreichen Beschreibungen haben dafür gesorgt, das vor meinem inneren Auge einfach ein Film ablief…ich Emotionen spüren und aufnehmen konnte…

ja es gibt auch die ein oder andere erotische- oder Sexszene…aber hier geht es um so viel mehr…es geht um Verständnis…um verstehen…um Akzeptanz…
wir suchen uns nicht aus ob wir hetero, homosexuell oder trans sein möchten…
wir sind letztendlich alle gleich…egal wen wir lieben…egal wie wir aussehen…wer wir sind oder sein wollen…

der Schreibstil ist sehr angenehm und in einer alltagstauglichen Sprache…es gibt explizierte Beschreibungen, aber auch diese wahren immer den richtigen Ton…die Themen, die Aufklärung, die hier angegangen werden, sind sehr gut gewählt und recherchiert…

Fazit:
mir fehlen noch immer die Worte…verstehen wird das, wer das Buch liest…
eine sehr spannende und vor allem emotionale Geschichte…eine Geschichte die zum nachdenken einlädt…

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