Zwei Nächte und drei Leben lang

mit „Zwei Nächte und drei Leben lang“ hat Elja Janus wieder mal richtig einen rausgehauen…ein Buch voller Tiefe…voller Emotionen…voller Liebe…
mein Dank an die Autorin, das sie mir ihr Buch schon vorab überlassen hat…

der Blick auf den Klappentext:
Es war diese eine große Liebe. Jess und Cem schienen füreinander bestimmt – bis eine Tragödie sie in Scherben zerbrach. Scherben, die nicht mehr ineinanderpassten.

Ein Jahr später schlägt das Schicksal erneut zu. Als Cem kurz darauf aus dem Koma erwacht, fehlt ihm nicht nur die Erinnerung an die vergangenen Monate. Er versteht auch nicht, warum Jess und er kein Paar mehr sind.

Jess hingegen erinnert sich an alles. Sie weiß, dass damals mehr als ihre Beziehung gestorben ist. Und genau deshalb muss sie nicht nur die Vergangenheit, sondern auch Cem hinter sich lassen. Doch was ist, wenn entgegen ihrem Willen ihr Herz mit der Zeit immer häufiger etwas anderes flüstert?

Ein Buch, so sanft wie eine Feder, so gewaltig wie ein Sturm. Poetisch, intensiv und voller Liebe.

meine Gedanken zum Buch:
Cem und Jess…eine Geschichte die mich tief im Innern bewegt hat…
Eine Geschichte über die verschiedenen Wege der Liebe…
Darüber wie schmerzhaft sie sein kann…wie ungerecht…wie eingeschränkt in der Sichtweise…

Der Autorin ist es mit ihrer Art des Erzählens gelungen, eine sehr spannende, aber vor allem emotionale Story zu erzählen…
Die wortreiche Auskleidung sorgte für eine große Flut an Bildern in meinem Kopf…
Die Spannung war sehr gut aufgebaut…zum einen passiert irgendwie eine ganze Menge in der Geschichte…
zum anderen hielten mich aber auch die Gefühle der Figuren sehr in ihrem Bann…

die beiden Protagonisten waren sehr gut aufgebaut…
sie brachten viel inneren Zwiespalt….aber auch viel Gefühl nach aussen mit…
besonders bei Jess war das gut zu beobachten…Cem – Liebe ihres Lebens…sich einredend das Freundschaft viel mehr ist, als zu seiner Liebe zu stehen…
frei nach dem Motto „ich nehm das bisschen was ich bekommen kann…das ist eh besser“
Jess, zart und zerbrechlich…aber doch irgendwie auch sehr stark und groß…
Zu viel erlebt…und nach dem Überfall nur noch ein Schatten ihrer selbst…Und Cem? 
Wacht auf und versteht die Welt nicht mehr…auf der Suche nach Antworten stolpert er durchs Leben…immer wieder heimgesucht vom Überfall…
von dem was er mit ihm gemacht hat…und nicht verstehend, wer er vorher war…was vorher passiert ist…warum er angeblich nicht mehr mit Jess zusammen ist – der Liebe seines Lebens…und Antworten sind manchmal so verdammt hart…wenn sie denn kommen…
die Figur des Cem ist weder eckig noch kantig…er ist weder Möchtegern noch Draufgänger…
er ist einfach wie der Mann von nebenan…aus dem Buchladen, dem Cafe oder dem Gemüseladen…
der Mann der einfach ein schönes Leben mit seiner Freundin leben möchte, und doch so weit davon entfernt ist…
überschattet von Angst…Trauer…Verlust…

die Themen die die Autorin hier herangezogen hat, sind sehr gut ausgewählt und in Position gesetzt…besonders das Thema Rassismus findet hier eine große Fläche…aber auch was Gewalt mit uns anrichten kann…wie es uns zerstört…
auch, wie geht man mit Angst und Verlust um…was ist, wenn man plötzlich das Gefühl hat, nicht mehr reden zu können…obwohl es doch so wichtig wäre…wenn einem einfach nicht nur die Erinnerungen fehlen sondern auch die Worte…Wenn Liebe das alles nicht auffangen kann…
mit vielen Emotionen wurde hier dem nachgefühlt…
und ein besonderes Thema, auf das schon die Worte ganz vorn zu Beginn hinweisen – Sternenkinder…ein Thema das mir durch meinen Beruf sehr am Herzen liegt…was macht es mit uns, wenn wir unsere Kinder gehen lassen müssen…egal wie alt sie sind…wie sprachlos lässt uns das manchmal zurück…wieviele Beziehungen zerbrechen an diesem großen Leid…

die Autorin hat Situationen und Szenen sehr bildlich beschrieben…ein gutes Beispiel dafür, war für mich „das Knacken eines Astes“…in mir selbst hallte diese Geräusch beim lesen nach…ich witterte die Gefahr, die sich anbahnte…spürte die eigene Unruhe, der Situation geschuldet…

der Verlauf der Geschichte ist beim lesen nicht erkennbar…man möchte hinter die Gedanken von Cem gucken…aber man schaut als Leser genauso ins schwarze wie er selbst…man versucht zu erraten, was passiert ist…und ist dabei genauso auf Antworten von Jess angewiesen wie Cem…die allerdings schweigt…weil sie nicht möchte das sich Dinge wiederholen…Dinge die sie im zweiten Leben aber vielleicht auch „nur“ falsch erkannt hat…

der Schreibstil war sehr beschreibend…flüssig…zart und auch hart…gesprochen wurde in einer zur Geschichte passenden, alltagstauglichen Sprache…die Autorin schafft es immer wieder mit Worten einfach zu jonglieren…Hoffnungen zu pflanzen und genau so wieder einzureißen…in einer sehr mitnehmenden Ausdrucksweise…

den Titel des Buches find ich sehr passend gewählt…erst dachte ich beim ersten mal lesen „oh das ist aber verwirrend“…aber, wenn man die Geschichte anliest, wird ganz schnell klar woher er kommt…was der Ursprung dessen ist…
auch das Cover hat mich wieder mal in seiner Art sehr überzeugt…es ist ansprechend schön…und es lässt einen einfach auch zweimal hinschauen…einfach weil es Blickanziehend wirkt…
der Klappentext klingt interessant und hatte mich direkt in den Bann gezogen…

Fazit:
mit den Büchern von Elja Janus kann man nichts falsch machen…
diese Geschichte hier steckt voller Emotionen…

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